Chronik zur Alvierhütte

Die Sektion hat sich zur Aufgabe gestellt, in erster Linie ihren «Vettergötti» den Herrn Alvier etwas freundlicher zu stimmen gegen seine Besucher, zugänglicher zu machen für gemüthliche Conversationen und ihm wenn möglich auch ein anständiges, modernes «Hüttchen» aufzusetzen, in welchem seine Gäste wohlgeschützt den Sonnenaufgang abwarten können.
(Quelle: SAC Jahrbuch 1873)

Clubhüttenbau.
Die Berathung über diese Angelegenheit wird auf die nächste Hauptversammlung verschoben.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Sitzung den 2. Aug. 1874 (im Arlberg [in Buchs])

… Das Projekt für Bau eines Weges auf den Alvier und eine Clubhütte ist nun ausgearbeitet, die Ausführung folgt im Jahr 1875.
(Quelle: Die Alpenpost 1874)

Bauten am Alvier. In erste Berathung kommt hierauf die von der Herbsthauptversammlung gestellte Aufgabe während des Sommers 1875 Wege und eine Clubhütte am Alvier zu erstellen.
Der Präsident Wey entwirft eine Planskizze von einer Clubhütte und es beschließt die Commission nach einem solchen Plan die Kostenberechnung vorzunehmen und zwar soll in einer nächsten Sitzung unter Zuzug von Sachkundigen dies geschehen. Als Sachkundige werden bestimmt:
1. Mayor Schön von Oberschan
2. Hauptmann Frei in Azmoos
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: 1te Sitzung der Commission in der Traube Sevelen den 14. Januar 1875)

Traktanden: Vorberathung über den Bau einer Clubhütte
Anwesend die Commission und die obbezeichneten Zuzüger [Mayor Schön von Oberschan und Hauptmann Frei in Azmoos]
1tens. Der Präsident H. Ingenieur Wey legt der Commission einen voll ausgeführten Plan von der zu erstellenden Clubhütte vor und frägt diesselbe an:
A. Ist die Hütte in vorgezeichneter Größe zu erstellen oder werden Abänderungen gewünscht?
Die gewaltete Diskussion ergibt, dass in Bezug auf Größe keine Abänderungen gewünscht, dagegen soll das Dach statt aus Brettern aus Schindeln erstellt werden.
B. Wo soll die Hütte erstellt werden?
Durch die Umfrage ergibt sich eine Mehrheit dafür, die Hütte auf die geeignetste Stelle der Höhe des Alviers zu platzieren.
Hierauf folgt die mutmaßliche Kostenberechnung:
1. Aushub 22 c’ – frs 110
2. Trokenmauer 14 – frs 84
3. Dachung 460 ⸋’ – frs. 130
4. Latten und Pfähle 200 c’ – frs. 90
5. Behauenes Holz – frs. 138
6. Bretter – frs. 75
7. Eisen, Fensterladen            }
8. Verschiedenes                    } – frs. 15
Kostenvoranschlag – 642 frs.
Zur Sicherheit werden jedoch in die Kostenberechnung genommen frs. 800.
Nach Feststellung der ungefähren Summe, welche alle diese Bauten erfordern würden beschließt die Commission:
A. dem Centralpräsidenten den Plan der Clubhütte und Kostenberechnungen von derselben und der Wege einzusenden und zu vernehmen auf welche Unterstützung seitens des S.A.C. zu rechnen sei.
B. Wird vorläufig berathen auf welche Weise die dann fehlende Summe zu beschaffen sei.
C. Diese Berathung in einer besonderen Sitzung fortzusetzen, um zu Beschlüssen zu gelangen. Diese Sitzung soll erst abgehalten werden, nachdem der Präsident des S.A.C. uns bezüglich Beschlüsse über Beitragsleistung gegeben hat.
Der Aktuar: Ulr. Rohrer
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: 2te Sitzung in der Traube zu Buchs den 22.2.1875)

Der Präsident eröffnet der Commission, daß der S.A.C. an unsere Bauten einen Beitrag von frs. 750 leisten werde. Es folgt deßhalb Berathung wie die fehlende Summe zu beschaffen sei, und es werden folgende Vorschläge gutgeheißen:
1. Es soll zuerst eine Sammlung unter den Vereinsmitgliedern stattfinden.
2. Die Alpkorporation von Oberschan soll um unentgeltliche Holzlieferung ersucht werden.
3. Nachdem die Sammlung unter der Section Alvier geschlossen, sollen Listen an andere Bergfreunde in und außer den Bezirk versendet werden.
Die Sammlung unter den Sektionsmitgliedern wird dem Aktuar Ulr. Rohrer übertragen, ebenso Abfassung geeigneter Listen, deren Druck unentgeltlich J. Kuhn zu besorgen übernahm.
Die Anfrage an der Corporation Oberschan übertrug die Commission dem H. Mayor Schön in Oberschan.
Listen sollen an folgende Herren übersendet werden, um in ihrem Dorfe oder ihrer Gemeinde Beiträge zu sammeln:
An: Commandant Hagmann für Sevelen
Haupt. Rohrer für Buchs
Mayor Schön für Oberschan, Gretschins
Hauptm. Frei für Azmoos, Trübbach
Weibel Müller für Weite etc.
Gmdam. Broder für Sargans
Lieutenant Good für Mels
Dr. Eberle für Flums
Kantonsrichter Huber für Wallenstadt
Direktor Peter für Triesen
Oberlehrer Hinger für Vaduz
Oberlehrer Seifert für Räfis
Oberlehrer Giger für Stauden
Oberlehrer Eggenberger, j für Grabs
Gastgeber Alpiger für Gams.
und an verschiedene Mitglieder für Buchs.
In Ragaz und St. Gallen bei der Section übernahm der Präsident selbst die Mühe um Beiträge einzukommen.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: 3te Sitzung den 5. April 1875 Traube in Buchs)

Nach Auswechslung der bezüglichen Akten & Schriften zwischen alter & neuer Commission eröffnet der neue Präsident Herr Pfarrer Hirzel die Verhandlungen mit dem Gesuche um Rechnungsabschluß an den abtretenden Präsidenten Herrn Wey über die Baute der Clubhütte auf dem Alvier & an Herrn Reallehrer Rohrer, Kassier, über Kassarechnung.
Herr Wey rapportirt gründlich über den nun vollendeten Bau & es ergibt sich, nachdem mit dem anwesenden Bauübernehmer, Herrn Major Schön von Oberschan unterhandelt worden war, ein noch zu dekendes Defizit von Frk. 268.-
Ein ferneres Defizit ergibt sich aus der Rechnungsablage des alten Kassiers, Herrn Rohrer im Betrage von Frk. 73. 40 Rp. mit welcher Summe das ganze Defizit der abtretenden Commission mit heute Frk. 341. 40 Rp. beträgt.
Die neue Commission wurde nun beauftragt an Herrn Schön die, irgend aufzunehmende Summe von Frk. 268.- auf den 15ten dieß auszubezahlen.
Im Fernern wurde die Commission, einen noch nicht eingehobenen freiwilligen Beitrag von Frk. 5.- für Bau der Clubhütte, gezeichnet von der sel. Frau Oettiker in Trübbach, bei Ihrer Frau Mutter einzuheben, einzuladen.
Auf Antrag von Herrn Major Schön wird der Ortsgemeinde Wartau, sowie der Korporation Oberschan für unentgeltlich geliefertes Holz, zum Bau der Clubhütte, im Betrag von Frk. 47.- Dank zu Protokoll erklärt.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: 1te Sitzung der Commission im Freyeck in Azmoos den 5ten März 1876)

In erste Berathung fällt die Uebung des Baudefizits der Clubhütte. Es wird beschlossen für heute das Anerbieten unseres Mitgliedes, Herrn Direktor Grüninger von Azmoos, dem Verein eine Summe von Frk. 300.- rückzahlbar auf 17ten September laufenden Jahres zu 5% verzinslich, anzunehmen & wird aufgestelltes Verlangen von den übrigen Mitgliedern der Commission Namens der Sektion eine dafür lautende Obligation unterzeichnet.
Um nun diesen Verpflichtungen auf 17ten September entsprechen zu können, wird nochmals um eine Subvention beim Centralkomite, sowie der Sektionen St. Gallen, Uto & bei Herrn Simon in Ragaz durchs Präsidium nachzusuchen beschlossen.
Ein von Herrn Kommandant Hagmannn schriftlich eingebrachter Antrag ist heute nicht genehm & wird bestimmt denselben in 3 Monaten wieder zu behandeln.
Der Antrag Hagmann rief einen weiteren des Herrn Direktor Grüninger dahingehend:
“Die Commission sei beauftragt, sich bei der hohen Regierung des Kantons St. Gallen, um ein freies Patent, für einen schon patentirten Wirth in der, uns eigenthümlich zugehörenden Clubhütte zu bewerben & im Fernern bei der Ortsgenossenschaft Oberschan um unentgeltliche Abtretung von Boden für allfällige weitere Bauten oder für Aufstellung von Tischen etc. vor & ob der Hütte einzukommen.”
Dieser Antrag wird einstimmig zum Beschluß erhoben.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: 2te Sitzung der Commission gehalten im Freyeck in Azmoos den 17ten März 1876)

Sektion AlvierDie Sektion war beschäftigt mit der Erstellung und dem Unterhalt der Wege und der Schirmhütte auf dem Alvier; letztere wurde bei starker Betheiligung des Clubs und der Bevölkerung der Umgegend am 30. Juli 1876 eingeweiht. Die Kosten der Hütte und der Wege wurden aufgebracht durch gesammelte Beträge bis auf Fr. 400, die vom Centralcomité und von den Sektionen Uto und Alvier gedeckt wurden.
(Quelle: SAC Jahrbuch 1876)

Das Comite behandelte sodann den Vermögensausweis & es erzeigte sich dann an solchem
A. an Aktiven.
1) Clubhütte laut Beleg fr. 800.-
2) Geschenk von der Section St. Gallen ein Kochherd laut: Spezifikation im Vermögensausweis gewerthet auf fr. 80.-
3) Eine Leiter gewerthet fr. 3.-
fr. 883.-
4) Von 14 Mitgliedern nicht eingehobene Beiträge durch den Kassier fr. 26. 50 ct.
Ergibt ein Aktivum von fr. 909. 50 ct.
B. Passiva.
Manko in Kassa fr. 1. 85 ct.
abgezogen von Aktiven fr. 907. 65 ct.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Commissions-Sitzung der Section Alvier abgehalten den 8ten Juny 1877 im Freieck Azmoos)

Ausschreibung der Alvier-Wirthschaft.
Annoncen: Es wird ein geeigneter Wirth zur Besorgung & Instandhaltung der Alvierhütte gesucht.
Die Section Alvier überläßt die Clubhütte mit Inventar. Der Uebernehmer hat dieselbe in gutem Zustand jeden Herbst abzutretten, derselbe sorgt für Reinlichkeit & Stroh für die Hütte, für Gesunde & möglichst billige Speisen & Getränke.
Allfällig von der Regierung verlangtes Wirthschaftspatent hat der Uebernehmer zu besorgen, die Commission wird sich um ein Gratispatent bewerben so es nöthig wäre.
Womöglich ist aus den eingeräumten Lokalitäten & Utensilien ein Erlös zu Gunsten der Alvier-Cassa zu erzielen.
In der Clubhütte ist ein Ordnungs- & Wirthschaftsreglement sowie ein Tarif über Bewirthung aufzustellen.
Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comite-Sitzung der Section Alvier des S.A.C. abgehalten den 16. July 1877 im Freieck in Azmoos)

Herrn Präsident raportirt über angeordneten Strohtransport & Räumung der Hütte, welches genehmigt wird.
Wirthschaftsangelegenheiten auf dem Alvier
Es wird beschlossen Ausschreibung der Wirthschaft vorzunehmen. Dem Wirth wird das Inventar bestehend aus
1.) Clubhütte
2.) 2 Tischen
3.) 6 Bänken
4.) 2 Holzpritschen
5.) 1 Leiter
6.) 1 Petroleumkochherd mit 7.) Gefäßen & Zubehörden nämlich Ringen & Dekeln
8.) die Fahnenstange
9.) Bänke bei der Fahnenstange
10.) 75 Kilo reines helles Waizen Stroh
11.) Ein eingemauertes Kästchen mit Schlüssel.
Der Wirth hat die ihm übergebenen Gegenstände in gutem Zustande zu unterhalten & jedes Jahr das Stroh in genügender Weise zu ersetzen. Der Wirth ist verpflichtet nur gute Speisen & Getränke zu halten & hat die Hütte mit der besten Aufmerksamkeit zu bedienen wobei ihm Reinlichkeit anempfohlen wird.
Der Alvierwein wird von der Commission untersucht & taxirt die Flaschen versiegelt. Das Siegel bleibt bei der Commission.
Gewöhnliche Speisen unterliegen einem Tarif.
(Im Tarif wird noch bemerkt daß derselbe von der Commission aprobiert & tarifirt worden sei.)
Der Wirth ist verpflichtet an schönen Sonntagen & so oft es Präsident verlangt auf dem Alvier anwesend zu sein.
Dem Uebernehmer der Wirthschaft wird dieselbe auf die Zeitdauer von 5 Jahren nämlich bis Herbst 1881 übergeben & hat dieselbe eine Bürgschaft von frs. 300.- zu leisten.
Die Ausschreibung hat sofort zu geschehen & es wird eine Meldungszeit von 14 Tagen festgestetzt, Anmeldungen nimmt der Aktuar entgegen.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Commissions-Sitzung der Section Alvier abgehalten im Löwen in Sargans den 19. July 1877)

Der Präsident legt einen vom Führer Tischhauser in Sevelen eingegangenen Rapport vor. Derselbe berichtet, daß ein großer Theil des Daches auf der Alvierklubhütte vom Winde weggeweht und auch bedeutende Reparaturen der beiden Zugangswege auf den Alvier zu machen seien.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Kommissionssitzung der Sektion Alvier abgehalten den 2. Juli 1878 im Freieck in Azmoos)

Das Präsidium erstattet über die, am 11. Juli gemachte Inspektion Bericht welche ergab, daß circa 240 ⸋’ Dach fehlen. Die Trümmer davon sind in den umliegenden Alpen zerstreut & können nicht mehr benützt werden. Da keine Uebernahmslustige dawaren, trat das Präsidium in Unterhandlung mit Zimmermeister Zogg in Oberschan.
Zogg begab sich auf den Alvier & stellt folgende Kostenberechnung:
1.) für 240 ⸋’ Dachung
2.) für 5 Dachsparren 18′ lang
3.) für 21 Dachlatten 12′ und 3” breit
4.) für 6 Eisenschrauben 3,3′
5.) für 10 Stück verbeserte Klammern
6.) für 2 Säulen unter die Pritschen
7.) für 5 Fensterscheiben
} Frs. 200.-
Nach Berathungen wird beschlossen dem Präsidenten Vollmacht zu ertheilen mit Zogg das Reparaturgeschäft abzuschließen & wann immer möglich zu trachten, daß die Akkordsumme noch etwas herabgesetzt werde.
Da es sehr angezeigt ist, die Alvierhütte ferner mit einem Bestrich zu versehen, indem durch die Witterung sich bereits einige defekte Stellen zeigen & Zimmermeister Zogg die Herstellung eines solches Bestriches um die Summe von frs. 120.- lts übernehmen will, so wird die Ausführung im Steinzug beschlossen, hingegen soll bis zum Abschluß dieses Vertrages zugewartet werden bis bestimmter Bericht über die Höhe des Beitrages der Controlkassa in Genf angelangt ist.
Das Präsidium wird nach §7 des Hüttenreglementes beauftragt, dem Centralkomite über die beiden Reparaturen Antrag & Kostenvoranschläge einzusenden.
Für Besorgung der Clubhütte mit Wildheu wir dem Präsidenten ein Kredit von frs. 15.- lts eröffnet.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Kommissionssitzung der Sektion Alvier abgehalten den 13. Juli 1878 im Freieck in Azmoos)

Es wird heute vom bereits von Herrn Pfarrer Hirzel & Direktor Grüninger in Aussicht genommenen Alvier-Wirth Herrn Bernhard Sulser zum Rössli in Azmoos über einen Wirthschaftsvertrag auf dem Alvier unterhandelt.
Es kommt ein Vertrag zu Standen welcher in den Händen des Herrn Präsidenten liegt.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Kommissionssitzung der Sektion Alvier abgehalten den 1. August 1878 im Freieck in Azmoos)

Der Wirthschaftsvertrag auf dem Alvier mit Herrn Bernhard Sulser zum Rössli in Azmoos wurde vorgelegt & genehmigt.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Kommissionssitzung der Sektion Alvier abgehalten den 9. Dezember 1878 im Hirschen in Wallenstadt)

Section Alvier. Die Section beschäftigte sich mit der Herstellung der stark beschädigten Clubhütte auf dem Alvier, in welcher 1878 während des Sommers eine regelmässige Sonntagswirthschaft betrieben wurde.
(Quelle: SAC Jahrbuch 1878-79)

Section Alvier. … Die Sommerwirthschaft auf dem Alvier war wegen des unbeständigen Wetters und der Zerstörungslust gewisser Bergsteiger aus der nächsten Umgegend mit grosser Schwierigkeit verbunden.
(Quelle: SAC Jahrbuch 1879-80)

Die Betreibung einer Wirthschaft auf d. Alvier wird genehmigt, und bezügliche Hüttenordnung, Preise der Getränke und Lebensmittel festgestellt. Ein Vertrag mit d. Wirthe Stricker wird durchberathen und genehmigt. Beschlossen 6 Paar Finken anzuschaffen. Auf das Gesuch des Stricker bez. Anbau eines Kellerraumes an die Clubhütte Alvier wird Nichteintreten beschlossen. Der Actuar wird beauftragt die Verträge mit Stricker zu erledigen.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comité Sitzung den 22. Februar 1887 im Löwen Ragaz)

Der Vertrag mit Stricker betreff. Führung der Wirthschaft auf dem Alvier, wird verlesen und genehmigt.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comité Sitzung den 12. Juni 1887 im Löwen Ragaz)

Die Beschädigungen an der Clubhütte Alvier sollen vorerst untersucht werden und allf. ausnahmsweise auf Rechnung der Section Reparaturen vorgenommen werden. Gleichzeitig soll dem Bergführer und Pächter der Clubhütte Alvier Stricker, die Weisung zugestellt werden, dass er unter keinen Umständen die Hütte während der Touren Saison abschliessen darf und dass er während seiner Abwesenheit auf d. Alvier, für sein Eigenthum besorgt sein solle.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comité Sitzung den 12. Juli 1887 in Ragaz)

Die ehemalige Clubhütte ((Alvierhütte)) steht immer noch unter der Controle der Section, damit über die dort betriebene Wirthschaft eine gewisse Aufsicht geführt werden kann.
(Quelle: SAC Jahrbuch 1887-88)

Ein Schreiben des Herrn Oberstleutnant Rohrer in Buchs in Sachen der Clubhütte Alvier wird vorgelegt und darin die Vernachlässigung der Clubhütte scharf kritisirt.
Das Comité beschliesst, nochmals den Hüttenwarth Stricker auf gütl. Wege zur Einhaltung der vertraglich übernommenen Pflichten aufzufordern und der Präsident mit Ausführung dieses Beschlusses beauftragt.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comité Sitzung den 16. Juli 1891 in Ragaz)

Es liegt ein Schreiben von Herrn Bez. Ammann Schwendener vor bez. Alvierhütte. Ein definitiver Vertrag wegen Ueberlassung dieses Objectes an ein Consortium liegt aber nicht vor und wird der Präsident beauftragt nochmals eine Aufforderung an die Buchser ergehen zu lassen ansonst man die Alvierhütte abtragen lassen muss.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comité Sitzung den 18. Januar 1892 in Ragaz)

Herr Kreisförster Feurer verspricht mit dem Alvier-Wirth persönlich zu sprechen, und darüber der Hauptversammlung Bericht zu erstatten.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comitésitzung den 17. November 1892 im Schweizerhof Ragaz)

Herr Commandant Rohrer in Buchs ersucht in einem Schreiben die Section Alvier um unentgeltliche Abtretung der Alvierclubhütte an die neugegründete Localsection in Buchs, welche dann die Instandhaltung übernehmen wolle.
Oberly für unentgeltliche und bedingungslose Abtretung, da nach seinen Erfahrungen im S.A.C. gemeinsamer Besitz und gemeinsame Verwaltung mit den Herren Clubmitglieder aus dem Bezirk Werdenberg durchaus nicht zu den Annehmlichkeiten des menschlichen Lebens zu zählen sei.
Hr. Dr. Franz ist mit unentgeltlicher Abtretung einverstanden, möchte sich aber vergewissern, ob diese angezeigte zahlreiche Localsection in Buchs wirklich existiere.
Hr. Professor Meli würde den Buchsern nebst der Clubhütte auch noch den Namen “Section Alvier” abtreten und einen neuen Namen für unsere Section annehmen.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comitésitzung den 20. März 1893 im Hôtel Thoma in Sargans)

Nach Verlesung und Genehmigung des letztes Protocolles theilt Hr. Kreisförster Feurer uns ein Schreiben von Hrn. Bierbrauer Rohrer in Buchs mit, welches lautet:
Buchs, den 16. April 1893
Herrn Dr. Franz, Präsident d. Section Alvier
Maienfeld
In Beantwortung Ihrer Zuschrift vom 21. März folgendes:
Eine neue Section Alvier hat sich nicht gegründet und eine schweizerische gar nicht, nur ein Alvierclub, der aber nicht in Verbindung mit dem schweizerischen Alpenklub tritt, da derselbe den Alvier sowieso fallen lassen hat. Das Comité dieses Alvierclub besteht aus den Herren
Schwendener, Bezirksammann Präsident
Rohrer J. G. Actuar
Senn Cavallerieleutnant Cassier
und 2 Beisitzende in der Person des Schreibers und Herrn Lehrer Schmidt in Buchs. Die Mitgliederzahl des Alvier ist über 52. Lege Ihnen die neuen Statuten bei, und werden Sie aus denselben ersehen, was der Alvierclub sich zum Ziele gesteckt hat und hoffe, daß das Comité uns zu diesem Zwecke die Alvierhütte ohne Bedenken und bedingungslos abtreten darf. An die Hauptversammlung werden wir erscheinen, wünschten jedoch genauen Bericht wann sie gehalten wird.
Achtungsvollst zeichnet
sig: Rohrer, Bierbrauer.
Es werden hierauf die Statuten des Werdenberger Alvierclub, wie der offizielle Titel der neuen Gesellschaft lautet, verlesen und die Discussion über das Begehren derselben eröffnet:
Oberly wünscht, daß das Begehren des neuen Alvierclub puncto unentgeltlicher Ueberlassung der Alvierhütte, in empfehlendem Sinne der demnächst stattfindenden Hauptversammlung vorgelegt werden solle. Die Alvierhütte hat, nachdem sie v. S.A.C. in der Liste gestrichen worden ist, auch für uns schweizerische Section keine Bedeutung mehr und würde uns für die Zukunft nur unnütze Kosten verursachen.
Hr. Neher ist ebenfalls der Ansicht, daß die Hütte für uns keinen großen Werth habe, indessen dürfen wir dieselbe nicht gratis und bedingungslos abtreten, aus dem Grunde, weil wir nicht Sonderinteressen und Privatspekulationen von Einzelnen zu unterstützen gewillt sind, welche leicht zu Zwietracht im S.A.C. führen können.
Hr. Professor Meli ist für unbedingte Abtretung der Hütte. Wer die innern Vorkommnisse der Section Alvier von Anfang an kennt, weiß nur zu wohl, mit welcher Engstirnigkeit die Minderheit der Sarganserländischen Mitglieder von der Mehrheit der Werdenberger behandelt wurde, wie die gemeinsame Casse sozusagen ausschließlich für werdenbergische Interessen und speziell für den Alvier in Anspruch genommen wurde, so daß für die ungleich großartigere Gebirgswelt des Bezirkes Sargans fast gar nichts, und das Wenige noch unter Opposition des Großtheils der werdenbergischen Mitglieder geschehen konnte.
Der S.A.C. hat die Hütte gestrichen, folglich können wir das Gleiche thun.
Hr. Neher wünscht, daß sich der neue Alvierclub für die Zukunft durch 3 Mitglieder in unserer Section vertreten lasse.
Professor Meli hält eine solche Vertretung durchaus nicht als wünschenswerth, indem daraus nur Reibereien und Mißhelligkeiten entstehen würden, deren Unannehmlichkeiten zum größern Theile wir zu tragen hätten.
Hr. Kreisförster Feurer will das Eigenthumsrecht auf die Clubhütte absolut nicht aus der Hand geben; man könne gut die Mitbenutzung der Hütte vertraglich regeln, aber am Eigenthumsrecht sollen wir festhalten.
Oberly ist gegentheiliger Ansicht: Wer am Eigenthumsrecht festhält übernimmt auch Unterhalts- und Assecuranzpflicht, und wir können unsere Cassa besser verwenden, als für eine Clubhütte, deren Erbauung füglich als Unsinn bezeichnet werden kann, indem sich gar nicht weit von derselben ein für Bergsteiger mehr als bequem genug eingerichtetes Gasthaus befindet.
Hr. Neher kann sich für Abtretung der Hütte entschließen, dagegen soll der neue Alvierclub die Wegunterhaltspflicht nicht nur von der werdenbergischen, sondern auch von der sarganserischen Seite des Berges übernehmen.
Es wird beschlossen: Es sei der Hauptversammlung folgender Antrag zur Abstimmung vorzulegen: Die Clubhütte auf der Alvierspitze sei dem neuen Alvierclub zu überlassen unter der Bedingung, daß derselbe die Wegerstellung von Balfries aus ebenfalls übernehme. Auf Basis des Beschlusses sei dann ein schriftlicher Vertrag mit dem neuen Alvierclub abzuschließen.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comitésitzung 20. April 1893 im Schäfli Mels)

Hr. O. Neher macht zum Schlusse die Mittheilung, daß die Wegunterhaltung sowohl nach Balfries, als auch von dort nach dem Alviergipfel eine sehr befriedigende sei. Die Clubhütte sei neu eingedeckt und mit frischem Heu versehen. Zu dem verschließbaren Kasten, in welchem sich stets ein Weinvorrath befinde, gebe Hr. Sulser den Touristen auf Verlangen den Schlüssel gerne mit.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Alvier: Comitésitzung 20. Juli 1893 im “Schäfli” Mels)

Der Verleger der Fremdenliste in Ragaz soll aufgefordert werden, die im stereotypen Teil des Blattes enthaltene Notiz, daß auf dem Alvier eine bewirthschaftete Klubhütte des S.A.C. sei, wegzulassen, und anderes zu berichtigen.
(Quelle: Protokollbuch der Sektion Piz Sol: Komitesitzung 21. August [1895] Rebstock Flums)

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